Antrieb

Selbstfahrende Hochleistungsschneeschleuder HB-S

Der Antrieb des Schneeschleudervorbaus erfolgt über 2 Dieselmotoren.

An jedem Schleudermotor ist eine pneumatisch betätigte Kupplung angebaut. Mit Hilfe dieser Kupplungen werden die Schleudermotoren mit dem Schleudervorbau verbunden. Im Antriebsstrang sitzen über jeweils eine Gelenkwelle angetrieben
nach den Kupplungen Schaltgetriebe. Für jeden Schleudermotor (rechts und links angeordnet) gibt es zwei Stufen zum Schleudern, einen Leergang und einen Rückwärtsgang zum Entleeren des Wurfrades nach einer Kaminverstopfung.

 

Als Antriebsmotor für den Fahrantrieb ist ein Dieselmotor mit Turboaufladung und Ladeluftkühlung eingebaut.

Das Voith Turbo-Getriebe hat als erste Stufe einen Wandler-Gang und als zweite und dritte Stufe zwei Kupplungs-Gänge. Beim Anfahren werden im Wandler-Gang die notwendigen hohen Drehmomente erzeugt. Bei höheren Geschwindigkeiten wird in den Kupplungs-Gängen die Leistung des Fahrmotors mit gutem Wirkungsgrad übertragen. In diesem Turbo-Getriebe ist ein Retarder integriert. Dieser Retarder wirkt als dynamische Bremse (siehe auch Bremsanlage).

 

Die im Turbo-Getriebe anfallende Abwärme wird über einen Wärmetauscher an die Kühlanlage des Fahrmotors abgegeben.

 

Vom Getriebeausgang des Turbo-Getriebes wird das Drehmoment über die Gelenkwelle zum Kriechgang-Verteilergetriebe übertragen.

Neben der pneumatischen Bremsanlage verfügt die Bahnschneeschleuder HB-S über einen im Turbogetriebe integrierten Retarder. Der Retarder wird elektrisch angesteuert und entlastet bei langen Bergabfahrten die Klotzbremse enorm.

 

Am Verteilergetriebe können 2 Stufen als Fahrgang und Kriechgang geschalten werden. Der Schaltvorgang erfolgt pneumatisch und wird im Stillstand durchgeführt.

Dieses Getriebe ist vorne und hinten mit Gelenkwellenflanschen ausgerüstet. Die beiden Drehgestelle werden über Gelenkwellen vom Verteilergetriebe angetrieben. Der Antrieb erfolgt permanent auf alle 4 Achsen.

Beilhack HB-S Antrieb