07.01.2011

Flughafen Leipzig/Halle meistert Wintereinbruch

Flughafen Leipzig
Flughafen Leipzig/Halle

Während in den letzten Tagen in den Terminals vieler europäischer Flughäfen Hunderte von Reisenden aufgrund von Flugverspätungen und geschlossener Start- und Landebahnen festsitzen, hat der Flughafen Leipzig/Halle den Winter fest im Griff.

Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein wichtiges Drehkreuz für den globalen Frachtverkehr. Daher investiert der Flughafen massiv in sein Personal und die Technik, um selbst bei schwierigen Wetterbedingungen Flugausfälle oder Verspätungen zu verhindern. Das gelingt auch in diesem Winter. Dabei setzt der Airport auf die leistungsstarken Lösungen von Schmidt.

Es geht um mehr als 2,8 Millionen Quadratmeter Außenfläche, die jederzeit verkehrsfähig gehalten werden müssen. Ein Areal von rund 440 Fußballfeldern. Vor allem die südliche der beiden Start- und Landebahnen, die für den Frachtflug genutzt wird, steht im Mittelpunkt. Sie ist 3600 Meter lang und 60 Meter breit. 15 Minuten stehen den Mitarbeitern des Winterdiensts zu Verfügung, um sie zu räumen. Wolfgang Wenzel, Leiter Fahrzeug- und Gerätetechnik: „Jede Minute länger hat massive Einschnitte in den Ablauf zur Folge. Maschinen müssen länger in der Luft bleiben und Warteschleifen drehen. Der komplette Zeitplan wird durcheinander gewirbelt.“ Das bringe finanzielle Einbußen für alle Beteiligten mit sich.

Dass es dazu bisher nicht gekommen ist, liegt an der intensiven Vorbereitung. So wurde das Personal von Anfang September an auf den eingesetzten Geräten geschult und eingewiesen. „Zusätzlich wurden weitere Aus- und Weiterbildungselemente bis in die ersten Wintertage der aktuellen Saison hinein angeboten“, erläutert Wolfgang Wenzel.  Zudem wurden die Maschinen sowohl durch eigenes als auch externes Servicepersonal – unter anderem von Schmidt – gewartet und durch Tests auf den Winter vorbereitet. Kein Wunder: „Der Flughafen Leipzig/Halle zählt zu unseren größten und wichtigsten Kunden in Deutschland“, sagt Gerd Kröning, Vertriebsleiter Deutschland von Schmidt. Deshalb unterhält der deutsche Räum- und Glättebekämpfungsspezialist einen Service-Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem nordwestlich Leipzigs gelegenen Flughafen.

Zur Vorbereitung gehören auch genaue Einsatzpläne für Menschen und Maschinen. „Ein Maschinenpark funktioniert nur dann optimal, wenn alle Maschinen richtig und effizient eingesetzt werden. Wird eine hochwertige Maschine falsch genutzt, führt das möglicherweise zu Bruch, zu Ausfällen und zu einem schlechten Meinungsbild in Bezug zur Qualität der Maschine.“ Es reiche nicht aus, gute Maschinen auf dem Hof zu wissen. Diese müssen auch richtig bedient werden und in einer sinnvollen Kombination arbeiten. Wenzel spricht aus jahrzehntelanger Erfahrung: „Jede Maschine hat ihre Qualitäten und ist auf ihre eigene Weise gut. Am Ende entscheidet immer das Ergebnis nach dem Einsatz.“ Der Flughafen Leipzig/Halle mit dem internationalen Kürzel LEJ hat im Herbst 2010 massiv in den Maschinenpark für den Winterdienst investiert. „Wir haben unseren Bedarf an Maschinen und Ausstattung für den Betrieb im Winter mit der Technischen Universität Dresden errechnet. Mit dieser Erweiterungsinvestition erfüllen wir nun unseren selbst gesetzten, hohen Standard.“ Daher habe man beruhigter in die Saison gehen können, führt Wenzel aus.

Dass der Flughafen Leipzig/Halle gut aufgestellt ist, zeigt sich an dem Lob eines Frachtunternehmens. Hier zu landen sei auch unter schwierigen Wetterbedingungen eine sichere Sache, hat Gerd Kröning erfahren. Ein Lob, das der Schmidt-Vertriebsleiter gerne weitergibt. Wenzel und seine Mitarbeiter, welche im durchgängigen Drei-Schicht-betrieb rund um die Uhr für das Funktionieren des Flughafens sorgen, freuen sich über eine solche Anerkennung ihrer Arbeit.

Der Winterdienst auf LEJ verfügt in diesem Jahr über

  • 20 TJS 630 (Räumkehrblasmaschinen)
  • 3 TJS 420 (Räumkehrblasmaschinen)
  • 5 Verladefräsen
  • 1 Fräs-Schleuder
  • 13 Traktoren mit Pflug und Heckbesen
  • 2 Klapp-Pflüge
  • 6 Spezialtransportfahrzeuge für Schnee
  • 2 Großstreuer
  • 3 Sprühfahrzeuge
  • weitere div. Räum – und Streutechnik