03.08.2011

Mehr als 200mal ein Plus an Sicherheit auf Start- und Landebahnen

AS 990 im Einsatz, Airport Toulouse
AS 990 im Einsatz, Airport Toulouse

Die AS 990, eine Hochleistungs-Kehrmaschine für Flughäfen, erfüllt höchste Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit. Das macht die in St. Blasien gefertigte Maschine zu einem internationalen Erfolgsmodell. Im Juli 2011 wird die 200. Maschine der 900er-Serie ausgeliefert. Empfänger sind die Luftstreitkräfte des Königreichs Belgien, die „Belgische Luftkomponente".

Mit einer Kehrgeschwindigkeit von 40 km/h, einer Kehrbreite von 2.300 mm, einem Behältervolumen von 9,5 m3 und einem strömungsoptimierten Saugmund erzielt die AS 990 eine Flächenleistung von maximal 140.000 m2/h. Konzipiert ist sie für Einsätze auf allen Betriebsflächen eines Flughafens – inklusive Start- und Landebahnen. Das wissen auch die belgischen Luftstreitkräfte zu schätzen. Sie beziehen gleich drei AS 990 für ihre Stützpunkte, die laufenden Nummern 199, 200 und 201.

„Die AS 990 erfüllt die neuesten Umweltrichtlinien nach EU-Norm, und ihr Euromot IIIb Aufbaumotor mit 210 kW hat das Sign-Off erhalten. Damit ist die AS 990 uneingeschränkt weltweit einsetzbar", erläutert Holger Stehling, Geschäftsführer der Schmidt Winterdienst- und Kommunaltechnik. „Das macht sie zu einer globalen Flughafen-Kehrmaschine und besonders interessant für internationale Flughafenbetreiber und Luftstreitkräfte, die Stützpunkte rund um den Globus unterhalten."

200. AS 990 für Belgische LuftstreitkräfteAusgeliefert werden die drei AS 990 in orangefarbener Lackierung, aufgebaut auf Iveco-Lkw mit Euro-V-Motorisierung. Ausgestattet sind die Flughafen-Kehrmaschinen für Belgiens Luftstreitkräfte mit dem Permanent-Magnetbalken PMB 2400. Er nimmt bei einer Breite von 2.400 mm, einer Felddichte von circa 300 Gauß und einem Bodenabstand von etwa 100 mm magnetische Gegenstände zuverlässig auf. Zusammen mit dem zusätzlichen Voraufnehmer direkt vor dem Saugmund werden die strengen Anforderungen von Militärkunden hinsichtlich der Vermeidung von F.O.D. deutlich erfüllt. F.O.D. steht für Foreign Object Damage und bezeichnet Beschädigungen am Flugzeug – etwa an den Reifen oder am Triebwerk durch das Einsaugen, die durch Fremdobjekte hervorgerufen werden. „Die Anforderungen normaler Einsätze auf zivilen Flughäfen werden bereits ohne diesen Voraufnehmer erfüllt", erläutert Stehling.

Die Kehr- und Saugeinheit der AS 990 wurde im vergangenen Jahr strömungsoptimiert und modifiziert. „Damit ist sie noch effektiver geworden, weil sie bei gleicher Motorisierung eine höhere Kraft entwickelt", sagt  Claus Zumkeller, der an der Entwicklung der AS 990 beteiligt ist: Das Sauggebläse entwickelt ein Luftvolumen von 32.000 m3/h und saugt Staub, Abrieb, Laub, Enteisungsmittel oder Öl verlässlich in den Kehrgutbehälter mit seiner Bodenwanne aus Edelstahl.

Zur höheren Sicherheit auf Start- und Landebahnen tragen bei den aktuell ausgelieferten AS 990 auch die Blasluftdüsen am Heck bei. Sie leiten einen starken Luftstrom auf die Verkehrsfläche und blasen so entweder loses Kehrgut wie Laub einfach zur Seite, oder ermöglichen so das Reinigen und Trocknen in einem Arbeitsgang.

Militärische und zivile Flughäfen setzen gleichermaßen auf die Leistungen der AS 990. „Aber auch die 100. Maschine wurde an Luftstreitkräfte ausgeliefert", erinnert sich Holger Stehling an eine Jubiläumsübergabe: Die US Airforce hatte diese Hochleistungskehrmaschine geordert und erhalten. Auf dem Euro-Airport im französischen Mulhouse, den Flughäfen von Shanghai, Dubai, Palma de Mallorca oder Düsseldorf werden die AS 990 ebenfalls eingesetzt.

Holger Stehling: „Die AS 990 ist eine echte Erfolgsgeschichte. Nach der Auslieferung in Richtung Belgien stehen bereits weitere Übergaben an." Das freut den Geschäftsführer nicht nur für die gesamte Aebi Schmidt Gruppe, zu der die Schmidt Winterdienst- und Kommunaltechnik GmbH gehört, sondern speziell für den Standort St. Blasien. „Der Erfolg der AS 990 ist ein Erfolg für unsere Mitarbeiter im deutschen Stammwerk. Hier wird eine Maschine gebaut, die auf Flughäfen in aller Welt für ein Plus an Sicherheit sorgt."